Stenografen-Verein Goslar E. V.

Aktuell

Aus den Vereinsmitteilungen

Kursangebot

 März/April 2019

      Neues Semester       Grundkurs-Abschluss       Vereinsarbeit       Stadtmeisterschaften      
 
      Deutsche Meisterschaften      Nachruf      DSGVO     Stenofüller gesucht      Ganztags-Chaos   

Ehrung Hubitschkas in der Volkshochschule (GZ vom 01.02.2019/pdf)

     Vereinsnachrichten per E-Mail   

Auf ein Neues! Neustart!

Alarm! Appell! Aufruf! – In unterschiedlichen Ausgaben unserer Vereinsmitteilungen hatten wir Parole gegeben … vor über zwei Monaten; und inzwischen sind diese also vergangen, ohne dass wir an markanten Stellen etwa einen Effekt festgestellt hätten. Dies mag nun vielleicht daran liegen, dass wir durch die typischen Jahresend- oder -auftaktaufgaben „abgelenkt“ waren; es könnte aber auch auf „schöpferische Pausen“ zurückzuführen sein, die sich so ergeben hatten und auch wahrgenommen wurden.

Und genauso soll und darf es nicht sein, wollen wir die erfolgreiche Arbeit im und für den Verein bestmöglich fortsetzen. Stillstand ist Rückgang, so steht es geschrieben, steht allerdings im krassen Widerspruch zu unserem Motto „Schneller als andere“, was ja wohl doch eher auf Zielstrebigkeit in allen vorstellbaren Varianten hindeutet. Sind wir also auf den Hund gekommen, oder nicht?

Diese Redensart stammt aus früheren Zeiten; und auch wenn wir wissen, dass es dazu zunächst die negative Deutung „schlecht gehen“ gibt, bieten sich dazu auch mehrere Erklärungen an. Früher bewahrte man sein Geld oder seine wertvollen Vorräte in massiven Holztruhen auf, die in ihrem Inneren auf dem Truhenboden mit Bilden – zum Beispiel von Hunden – verziert waren. Diese sah man jedoch nur, wenn der Inhalt langsam zur Neige ging. Und dann war man eben „auf den Hund gekommen“. Eine andere Definition erklärt, dass Menschen die gleiche Feststellung trafen, wenn sie sich weder Pferd noch Ochs noch Esel leisten konnten und infolgedessen einen Hund vor den Karren spannen mussten.

Wie auch immer, die Aussage wies und weist immer noch auf eine verschlechterte Situation hin, könnte somit auch für uns Aussagekraft besitzen. Aber wie gesagt wehren wir uns immer noch auf jederlei Art grundsätzlich gegen derartigen Vergleich, und im Detail dann sowieso. Allerdings auf Sicht werden wir uns mit dieser Einschätzung nur dann behaupten, wenn unsere Stenofamilie an einem Strang zieht … wie bisher. Mit diesem Vertrauen sind wir in das neue Jahr gegangen; wir wollen es uns erhalten bis zu dem Zeitpunkt lange nach uns, wenn jemand feststellen wird, dass wir „auf den Hund gekommen sind“.

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Resonanz: Nicht ausreichend

 
Neues Jahr – neues Semester – neue Kurse … für Aus- und Fortbildung: Zunächst die doch nicht ganz so eng terminierten Fortbildungskurse in Kurzschrift und im Tastschreiben/Texterfassung, die wir gleich am 7. Januar wieder aufgenommen hatten. Die Belegungen sind nahezu unverändert, wahrscheinlich die Zielsetzungen der Teilnehmer ebenso. Wir werden so weiterhin daran arbeiten, praxisgerechte Schreibfertigkeit zu überdurchschnittlichem Niveau zu entwickeln, um auch weiter leistungsorientierte Wettschreiber/innen zu gewinnen.

Deutlich differenzierter sehen wir die Zahl der Anfänger in unseren Grundkursen als Bestätigung für überzeugende Werbeaktivitäten. Hier bleiben wir ganz klar hinter unseren Erwartungen zurück, was uns wegen fehlender Kursgebühren auch wirtschaftlich nachhaltig beeinträchtigt. Mit großer Mühe ist es uns gelungen, die vereinzelten Interessenten für den Abendkurs (Erwachsene) in den Nachmittagsschülerkurs zu integrieren, der nach erstem Eindruck elf Teilnehmer aufweist. Anfänger für Kurzschrift: Fehlanzeige.

Es bleibt uns somit nichts anderes übrig, als auf niedrigem Niveau zu arbeiten; aus dem Vollen zu schöpfen wird uns auch diesmal nicht möglich sein. Immer wieder stellen wir fest, dass in unserer Gesellschaft überzeugende Werbung für elementares Können nur schwer erreichbar ist; auch und vor allem im persönlichen Umfeld.

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Grundkurs-Abschluss

Schnelligkeit und Sicherheit, dies wissen wir alle, gehören untrennbar zusammen beim perfekten Tastschreiben. Die anfangs zwölf Teilnehmer/innen unseres Grundkurses im September hatten dies nicht durchgängig im Auge behalten; aber acht brachten ihre Ausbildung im Januar mit erfreulichen Leistungen zum angestrebten Abschluss, - auch unter „erschwerten“ Bedingungen: In der Spitze 135 Anschläge pro Minute belegen, dass unsere Vermittlung der Schreibfertigkeit erfolgreich verläuft, wenn man sie ernst nimmt mit regelmäßiger, zielstrebiger Arbeit.

Allen „Siegern“ gilt unser Glückwunsch, aber auch die Ermunterung, ihre Leistung weiter auszubauen, - am besten in unserem Fortbildungskurs.

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„Hinter“ Vereinsarbeit

Nach Jahrzehnten der Mitarbeit bzw. Verantwortung in der Ver-einsarbeit oder in der stenografischen Organisation - vielleicht sogar auch „und“ -, in jedem Fall noch vor etwaigen Rückzugsabsichten fragt man sich schon auch gelegentlich, wo der Break-Point zwischen aktivem und passivem Einsatz sein könnte. Wem tut man einen Gefallen, wenn man „bis zur letzten Minute“ die Fäden in der Hand hält, statt die Regie weiterzugeben?

Natürlich ist eine entsprechende Entscheidung von Personal abhängig, von Gleichgesinnten, die mit einem Mindestanteil von Insiderwissen auf ihre Weise Verantwortung übernehmen. Unsere Mitgliederzahl ist leider in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken; am Ende von 2018 stehen unverändert 86. Sicher haben sich auch für jede(n) Einzelne(n) die Voraussetzungen geändert, die Schwerpunkte persönlich und gesellschaftlich sind anders. Aber muss sich deswegen in unserem Lande jegliche gemeinschaftliche Aufgabe, immer auch mit dem fachlichen, ideologischen, vor allem dem geselligen Bestandteil, unwiderruflich dem personellen Engpass beugen?

Wir haben uns für dieses Jahr auf die Fahne geschrieben, doch noch einmal diesen Teil unserer Verantwortung zu analysieren und zu versuchen, unserem Verein durch Mitglieder mit ideeller Einstellung eine Chance zu geben. Wer uns dabei – wie auch immer – unter die Arme greifen möchte, mit dem würden wir uns sehr gern unterhalten. Geben Sie uns ein Zeichen!

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Stadtmeisterschaft: Highlight

 
Wir hatten es in unseren letzten Vereinsmitteilungen ausführlich angekündigt:

23. März 2019 in den BBS Am Stadtgarten
12:00 Uhr Texterfassung/Textbearbeitung
14:00 Uhr Kurzschrift

- zumindest für die höchsten Leistungsstufen und insbesondere für unsere auswärtigen Schreiber/innen. Die unteren Leistungsstufen erfassen wir im Rahmen des Unterrichts, wenn es um Urkunden, Preise, Titel in den drei Wettbewerben geht.

Wer, weil nicht regelmäßiger Unterrichtsteilnehmer, seine besondere Situation mit uns besprechen möchte, kann uns jederzeit sehr gern zur Klärung der Möglichkeiten anrufen.

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Steno-Tea-Time: Lecker

Die allgemeinen Ernährungs- und Gesundheitsvorstellungen eines jeden einzelnen Mitgliedes der Goslarer Stenofamilie werden es uns verzeihen, dass wir wie gewohnt auch in diesem Jahr zu unserer

Steno-Tea-Time
am Samstag, 4. Mai 2019, 15:30 Uhr
ins Barock-Café Anders, Goslar, Hoher Weg

einladen. Hier wollen wir Sieger und Preisträger der Stadtmeisterschaften mit Preisen und Urkunden auszeichnen, und zwar in einem würdigen Rahmen … bei Kaffee und Kuchen (Torte). Nach unserer Vorstellung umfasst dieser Rahmen aber auch die angemessene personelle Komponente; wir würden uns also über eine rege Teilnahme sehr freuen.

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Deutsche Meisterschaften - Spitze

 2018 in Thüringen = zwei Titel, insgesamt fünf Medaillen, totaler Erfolg! – 2019 in Grünberg (Hessen)?

Die Ergebnisse unserer Cracks in den letzten Jahren können uns schon auch ins Träumen versetzen: Wir sind stark! Vom 29. Mai bis 1. Juni werden sie uns in nahezu unveränderter Besetzung erneut beeindrucken mit hohen Leistungen in Silben, Anschlägen, Bearbeitungen, Punkten. Natürlich gehört neben guter Tagesform auch immer ein wenig Glück dazu, sein Leistungsziel zu erreichen, und dann auch noch ein wenig Lockerheit.

Wir setzen keinen von ihnen unter Druck; wir vertrauen darauf, dass die Voraussetzungen und Anforderungen wie gewohnt souverän bewältigt werden; wir freuen uns über jede attestierte Leistung. Und wer außer uns (vor Ort) gerade einmal zuhause gleiche Gedanken hegt, der möge wie wir die Daumen drücken für ein gutes Gelingen bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften im mittleren Hessen.

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Nachruf

Mit dem allergrößten Bedauern und großer Trauer mussten wir am 8. Januar Abschied nehmen von unserem langjährigen und einst sehr engagierten Mitglied 

Ilsemarie Geilhaar.

Im 83. Lebensjahr war sie am 8. Dezember 2018 von uns gegangen, nachdem sie sich in den letzten Jahren im Seniorenheim Abendfrieden immer mehr mit altersbedingten Einschränkungen auseinandersetzen musste, die ihr als früher mitten im Leben stehendem Menschen über die Kräfte gingen.

Im zarten Alter von 14 Jahren war sie 1951 in unseren Stenografenverein eingetreten und hatte über viele Jahre als Wettschreiberin vorwiegend im Maschinenschreiben, später als Unterrichtsleiterin sowie bis weit in die siebziger Jahre als Vorstandsmitglied die Aufgaben unseres Vereins mit getragen. Hatte sie somit schon aktiv viel für unsere Sache geleistet, so war sie uns darüber hinaus noch als langjährige Chefsekretärin im Rathaus – bei immerhin vier Oberstadtdirektoren - in der Vermittlung eine wertvolle Hilfe. Als Dame von Rang werden wir Ilsemarie in Erinnerung behalten und stets immer wieder gern an sie denken. Nun wünschen wir ihr ihren ewigen Frieden.

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DSGVO … zum Dritten

Die gesetzliche Initiative der Europäischen Union, sie beschäftigt uns sehr: Im November hatten wir erstmals die erforderlichen Datenschutzerklärungen „angeschoben“. Im Januar dann untermauerten wir die Aktion durch eine Beilage in unseren Vereinsnachrichten. Das vorläufige Ergebnis: 20 Prozent unserer Mitglieder haben noch nicht reagiert; die Einwilligungserklärungen fehlen noch!

Nun haben wir im Februar eine „individuelle“ Variante „nachgeschoben“, die uns hoffentlich zur unumgänglichen Vollzähligkeit führen und uns weitere Verwaltungsarbeit und -kosten sparen wird. Wem also mit diesem Situationsbericht alle „seine Sünden einfallen“, … bitte nicht zögern, sofort handeln. Danke.

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Stenofüller – wertvoll

In unseren letzten Vereinsnachrichten hatten wir diesen Punkt angesprochen, hatten darum gebeten, in den hinteren Ecken vielleicht einmal nach einem solchen vorsintflutlichen, mittlerweile verstaubten Schreibgerät zu forschen.

Wir sind doch überrascht und erfreut, zumindest einen Ansatz gefunden zu haben. Allerdings können wir uns des Verdachts nicht erwehren, dass unseren Appell wohl doch nicht jeder gelesen hat; denn die jahrzehntelange stenografische Betätigung sollte doch noch Relikte aus einer besseren Zeit offenbaren, wo Pelikan, Geha, Montblanc und andere diese speziellen Schreibgeräte zu einem vertretbaren Preis vermarkteten.

Wer also – und das sollten doch sehr viele Mitglieder sein – diesen nochmaligen Aufruf der Vereinsführung liest, der oder die sollte uns ein „Zeichen“ geben. Wir würden einigen wenigen jugendlichen Nachwuchsstenografen ganz wesentlich helfen können.

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Das Ganztags-Chaos

Unsere Gesellschaft entwickelt sich zwar weiter, aber ist jede Neuerung auch wirklich ein Segen für die mitteleuropäische Menschheit? Eine bekannte deutsche Wochenzeitschrift hat dieses Thema vor einiger Zeit aufgegriffen und mehrseitig zum „Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ Stellung genommen, woraus wir ein paar Kernpunkte wiedergeben.

Was waren das doch noch für Zeiten, als fast ausnahmslos der Mensch von der Wiege bis zur Bahre im Familienverband seine Entwicklung nahm? Mittlerweile muss man unter dem Einfluss der Politik befürchten, dass dieser Mensch nur noch etwas gilt, solange er produktiv der Gesellschaft zur Verfügung steht. Nachdem Pflege und Betreuung des alten Menschen bereits überwiegend ausgelagert wurden, geht es nach dem „achten Familienbericht der Bundesregierung“ jetzt immer mehr darum, entgegen der Empfehlung von Psychologen, Psychiatern, Kinderärzten das Kind immer früher und zu lange der Fremdbetreuung zu überlassen, insbesondere in Kita und Schule. Trotz der Einschätzung, dass die Ganztagsschule die meisten Erwartungen nicht erfüllt, basiert diese auf der Ansicht, dass die Eltern mit ihren Erziehungsaufgaben überfordert sind.

Wie verträgt sich dies mit der Überzeugung, dass Eltern und Familie für die Erziehung von Kindern unersetzlich sind? Letztlich sollen diese bildungspolitischen Experimente doch vorrangig den totalen Zugriff auf die Arbeitskraft der Eltern ermöglichen; die psychischen Auswirkungen beim Nachwuchs interessieren kaum: Mobbing, Schulflucht auf Privatschulen, Übertrittsdruck in weiterbildende Schulen, Bildungskosten, Bildungsgerechtigkeit, Lernkompetenz, nicht zuletzt der deutsche „Schultypen-Dschungel“ sind nur einige wenige von vielen Schlagwörtern in dieser Diskussion. Ist dies alles nun das Ergebnis internationaler Vergleiche? Warum hat man das Gefühl, dass sich unsere 16 Bundesländer nicht vom guten Beispiel leiten lassen?

Natürlich gibt es bei der (Schul-)Bildung Unterschiede, genau wie auch bei Eltern und Öffentlichkeit viele Vorurteile bestehen. Schule und Elternhaus haben immer schon abweichende Ansichten gehabt; Erwartungen und Ergebnisse in der schulischen Bildung stehen vielfach konträr zueinander. Aber irgendwann muss es doch einmal gelingen, Erkenntnisse und Erfahrungen losgelöst von Image- oder Prestigedenken aufeinander abzustimmen, den gemeinsamen Nenner zu finden … zum Wohle unseres Nachwuchses und unserer Gesellschaft, letztendlich zur Bestätigung des vielgelobten deutschen Know-how.

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Goslarer Stenografen-Zeitung per E-Mail

Gern übersenden wir unseren Mitgliedern und Freunden die kompletten Vereinsnachrichten per E-Mail im pdf-Format. Eine kurze Nachricht genügt. >> E-Mail an den Stenografen-Verein Goslar

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Zuletzt aktualisiert: 05.03.2019

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