Stenografen-Verein Goslar E. V.

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 Mai/Juni 2019

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Reden … miteinander

Immer wieder stoßen wir in unserer Gesellschaft, in unserem Alltag darauf, dass unbegrenzt mehr oder weniger fundiert Meinung geäußert, dass kommentiert und kritisiert wird, dass übereinander geredet wird. Jeder aber weiß, dass im Interesse der unüberschaubaren Zahl und Häufung von Problemen in Politik und Wirtschaft, im persönlichen und öffentlichen Bereich sehr viel mehr miteinander gesprochen werden müsste. Dieser Prozess wird ganz sicher durch Print- und elektronische Medien nicht nur noch verstärkt und beschleunigt, sondern in jedweder Form noch beeinflusst, auch wenn heutzutage nicht mehr so massiv Meinung und Überzeugung aus der führenden Tageszeitung mit vier Buchstaben gezogen wird.

Diese logische Einschätzung ist bei Weitem nicht neu, fast jedem ist sie geläufig, die wenigsten aber tun etwas dagegen, ignorieren die erkennbaren Möglichkeiten zur Lösung von Aufgaben bis hin zu Missständen mit dem Ergebnis: Aha! Siehe da! Da entnehmen wir doch einem führenden Wochenmagazin, dass gemäß einer Befragung unter Bundestags- und Landtagsabgeordneten zum Diskussionsklima in den sozialen Netzwerken die Stimmung mit 4,5 % positiv, aber dagegen von 56 % negativ bzw. von 39 % gar nicht beurteilt wird. Ob dies genauso nun stimmen mag oder nicht, ist denn dieses Ergebnis plötzlich und unerwartet nützlich für die übergeordnete Frage? Aha, werden die einen sagen und sich bestätigt fühlen; die anderen werden sich diesem unerschütterlichen Urteil unterordnen. Nur bessern wird sich wahrscheinlich einmal mehr nichts.

Das Klima bleibt, wie es ist. Die Fragen und Probleme bleiben, wie sie schon lange bestehen. Zu den unzähligen „Baustellen“ kommen höchstens weitere hinzu, und die Verdrossenheit im Volke ändert sich nicht. Wir leben damit im eigenen Lande ebenso wie auf dem Erdteil, wie auf dem Planeten. Und sprechen … nur nicht miteinander, über die Briten und die Araber, über die Obdachlosen und die Wohlhabenden, über den Normalbürger und den Prominenten. Diese Reihe lässt sich endlos fortsetzen. Und wer spricht dann einmal mit mir?

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Siegerehrung … für alle!

Traditionell werden wir unsere Stadtmeister, Sieger, Preisträger, also alle erfolgreichen Schreibsportler in würdigem Rahmen auszeichnen:

Steno-Tea-Time
am Samstag, 4. Mai 2019, 15:30 Uhr

Barock-Café Anders, Goslar, Hoher Weg.

Mit den betroffenen Mitgliedern rechnen wir fest, aber auch andere, nicht mehr aktive Mitglieder sind eingeladen zu dieser Siegerehrung bzw. Kaffeetafel. Kurze Zusage erleichtert uns die Organisation.

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Auf nach Hessen … Schreibstars!

Grünberg in der Nähe von Gießen, ziemlich in der Mitte des Landes, steht vom 29. Mai bis 1. Juni auf dem Plan, wenn in diesem Jahr um die nationalen Titel in deutscher und englischer Kurzschrift, im Schnell- und Perfektionsschreiben der Texterfassung, in der Textbearbeitung, in der Professionellen Textverarbeitung sowie im Mehrkampf in drei Altersklassen geschrieben wird. Natürlich sind auch wir Harzer wieder in machbarer Stärke mit von der Partie, erfreulicherweise mit elf Wettschreibern, wozu sich noch sechs Mitarbeiter und Begleiter gesellen. 

Keine Frage: Wir haben aus den letzten Jahren gute Erfolge und Renommee zu verteidigen und hoffen, daran anknüpfen zu können und den guten Ruf Goslars zu bestätigen, nicht zuletzt mit unseren Nachwuchsschreibern Robin und Lars in der Schülerklasse. Ein paar heimatliche Gedanken am 30./31. Mai sind bei diesem Unterfangen sicher hilfreich.

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Stadtmeisterschaften 2019 … gegeneinander

Seit Jahren hoffen wir vergeblich auf mehr Wettbewerb bei dieser örtlichen „Leistungsschau“ unserer Wettschreiber, nicht, weil wir unseren Stars Titel und Preis nicht mehr gönnen, sondern weil engere Ergebnisse wahrscheinlich die Leistung steigern könnten. Und dies ist eben trotz bemerkenswerter Spitzenleistungen die Hoffnung.

„Alte Namen, neue Leistungen bei Kurzschrift und Co.“, so titelte die „GZ“ ihren Bericht am 8. April über unsere Stadtmeisterschaften am 23. März zu Recht, wobei unsere 21 Wettschreiber/innen bei 36 Starts in drei Disziplinen schon an der einen oder anderen Stelle etwas näher zusammenrückten, aber eben noch nicht mit dem für die Öffentlichkeit spürbaren Effekt. Sieg, Titel, Wanderpreis gehen somit wie gewohnt an diese unsere Cracks:

Stadtmeister Kurzschrift: Wolfgang Groth mit 350 Silben/Meisterklasse Wanderpreis Stadt Goslar.
Stadtmeisterin Texterfassung: Martina von der Eltz mit 556 bzw. 475 Anschlägen Wanderpreis Aus- und Weiterbildungszentrum NVHS.  
Stadtmeisterin Textbearbeitung: Martina von der Eltz mit 117 Bearbeitungen Wohltmann-Cup. 
Jugendbester Kurzschrift: Johannes Schmechel mit 190 Silben/P 1. Grauhof-Ehrenpreis.
Jugendbester Texterfassung: Robin Rönnecke mit 368 bzw. 365 Anschlägen Wanderpreis Sparkasse. 

Weitere Ehrenpreise erhalten Joshua Beck, Lars Drygala, Ute Haberkorn und Niklas Warnecke.

Die Ergebnisse in der Übersicht (in der Reihenfolge Kurzschrift, Text-erfassung Schnell-/Perfektionsschreiben, Textbearbeitung): 

Joshua Beck: 377 A. und 375 A.; 102 TB; Anja Biedermann: 317 A., 89 TB; Inge Biedermann: 329 A. und 317 A., 73 TB; Fabienne de Bont: 164 A.; Lars Drygala: 265 A. und 257 A., 76 TB; Martina von der Eltz: 325 S./IV, 556 A. und 475 A., 117 TB; Astrid Ghaly: 145 S./IV; Regina Groth: 240 S./IV; Wolfgang Groth: 350 S./III, 423 A. und 332 A., 76 TB; Ute Haberkorn: 190 S./I; Ute Mandalka: 223 A. und 254 A., 54 TB;
Birgit Müller: 101 A., 44 TB; Meike Mund: 145 S./I; Cornelia Rönnecke: 113 A., 51 TB; Robin Rönnecke: 368 A. und 365 A., 76 TB; Johannes Schmechel: 190 S./I; Detlef Student: 234 A. und 247 A., 72 TB;
Andreas Tesch: 160 S./I; Niklas Warnecke: 361 A. und 365 A., 109 TB; Doris Weerts: 160 S./I.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass alle Wettschreiber dem Leistungs- und vor allem Nervendruck trotz teilweise sehr anspruchsvoller Aufgaben standhalten konnten, auch wenn diese(r) oder jene(r) mögli-cherweise im Nachhinein bedauert, hierfür nicht etwas mehr Substanz einsetzen zu können. Es ist eben der erste ernsthafte Leistungsnachweis im Jahr, eine Standortbestimmung, auf der es für andere Wettbewerbe und Meisterschaften aufzubauen gilt. 

Natürlich können wir als Organisatoren uns durchaus eine bessere Beteiligung in der Breite vorstellen. Dazu braucht es allerdings innere Stärke, Überzeugungskraft, noch mehr Fleiß und Ehrgeiz, also Überwindung … wie im Leistungssport, auch wenn unser Motto „Schneller als andere“ einmal mehr deutlich untermauert wurde. Wenn wir also allen erfolgreichen Schreiberinnen und Schreibern zu ihrem Ergebnis gratulieren, dann bitten wir auch mit Nachdruck jeden Einzelnen, auf seine Art zur Belebung dieser und anderer Leistungsherausforderungen beizutragen.

>> Artikel der Goslarschen Zeitung vom 08.04.2019 (pdf)

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Vereinsbilanz … voreinander

Die jährlich wiederkehrende Frage, für wen der Vereinsvorstand denn in der Mitgliederversammlung Rechenschaft ablegt, wurde am 20. Februar in den BBS Am Stadtgarten besonders augenfällig: Hatten sich doch tatsächlich zwölf Mitglieder – davon fünf „Funktionäre“ – eingefunden, um die Regularien einer solchen Jahreshauptversammlung abzuwickeln. Liegt diese bedauernswerte Resonanz nun an allgemein verflachendem Interesse an diesen Veranstaltungen, an ausreichender Kommunikation über das Jahr hindurch, an der Angst, die „Quote“ wahrnehmen zu müssen, also an automatischer Zufriedenheit? Nur: Das liebe Vereinsrecht gibt uns diese Auflage(n), und die Frage ist schließlich nur noch, was die TO dann über die Begrüßung hinaus an Inhalt vorsieht.

Immerhin konnten die sieben Punkte der Tagesordnung zügig und ohne Kritik abgehandelt werden, eine erstrebenswerte Lösung für manche unbefriedigende Lücke eröffnete sich nicht. Das gilt für den Arbeitsbericht Unterricht/Wettschreiben ebenso wie für den allgemeinen Geschäftsbericht und auch für die Rechnungslegung. An allen Stellen könnten Belebung und Verbesserung sehr helfen, doch ohne Ideen, Hilfen und Tatkraft werden sich Missverhältnisse nicht schließen lassen. So werden über jede Loyalität und Kompetenz hinweg die „Geschäfte“ weiter vor sich hindümpeln, ein Aufschwung ist derzeit nicht zu erkennen.

Die Vereinskassiererin und der Vorstand sind erneut entlastet worden, Vorstandswahlen standen in diesem Jahr nicht an; lediglich Andreas Tesch wurde für eine weitere Legislatur zum Kassenprüfer gewählt. Also: weiter so!

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Redewendungen … gegeneinander

Lange schon haben wir – meist aus Platzgründen – auf eine liebe Übung verzichtet: Die Wiederbelebung früherer Redewendungen. Diese nostalgische Anwandlung ist aus kultureller Erwägung immer wieder interessant im Blick auf unsere vielfältigen, über Jahrtausende entwickelte Muttersprache, sie spiegelt außerdem die zwischenzeitliche Anmut und Einfältigkeit wider unter dem Einfluss fremdsprachlicher (verstümmelter) Begriffe in allen Bereichen.

„Die Rache ist mein“ beispielsweise drückt ein durchaus gewohntes menschliches Gefühl aus, obwohl es aus göttlichem Mund stammt, wie man hinsichtlich Israels Halsstarrigkeit dem Römerbrief (Neues Testament) entnehmen kann. „Auge um Auge“ wird mit diesem Zitat – auch mit ein paar Abwandlungen – Revanche angekündigt. Natürlich machen wir als Christen von dieser Redensart nur gnädigen Gebrauch.

Außer dieser gehen noch etliche gängige Redensarten in dieselbe Richtung, zum Beispiel „Einem den Marsch blasen“: gleichbedeutend mit „Jemanden zurechtweisen“ entstammt diese der Soldatensprache des 19. Jahrhunderts, wo die Regimentsmusik durch „Blasen des Marsches“ das Signal zum Vor- bzw. Abmarsch gab. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch hier Kraftmeierei mitspielt.

Und wie ist es mit „Den Kürzeren ziehen“? Diese aus dem altdeutschen Rechtsleben stammende Benachteiligung ist allerdings wohl schon mehr als eine persönliche Drohung, dokumentiert die Redewendung doch Entscheidungen durch Losverfahren, wobei Willkür und Zufall nicht so ganz auszuschließen waren und sind: Wer einen kürzeren Halm gezogen hatte, musste mit einem weniger günstigen Urteil rechnen.

So aussage-, aber auch auslegungsfähig solcherlei Redewendungen auch sein mögen, immer sind sie außerordentlich facettenreich und bereichern unsere immer mehr verflachende Muttersprache. Man muss nicht zwingend Rachegelüste damit zum Ausdruck bringen; vielmehr sind sie mit einer gewissen Lockerheit gleich auch Ansätze für Verständigung … miteinander!

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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2019

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