Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 Januar/Februar 2019

      Neues Semester       Stadtmeisterschaften       Jahreshauptversammlung       Vereinsehrenabend  
 
        Vereinsarbeit      Stenofüller gesucht      Flottes Tippen
     

Start-Wiederholung

Wie immer werden die nächsten Wochen schon einmal andeuten, ob es hinsichtlich unserer Aus- und Fortbildung ein gutes Jahr wird, dieses 2019.

Bereits am 7. Januar bietet der Beginn unseres Frühjahrssemesters unseren schrift- und schreibkundigen Mitgliedern die Chance, ihre Schreibfertigkeit in den Fortbildungskursen zu überprüfen und sie nach Möglichkeit auszubauen. Ganz abgesehen vom grundsätzlichen Gewinn an Schnelligkeit und Sicherheit setzen die Stadtmeisterschaften und die Deutschen Meisterschaften die Termine für die Bestätigung der Eigenständigkeit und stärken die Überzeugungskraft eines jeden.

Diese sind ebenso elementar notwendig, um die eigene Einschätzung dann an Unkundige weiterzugeben: Am 4. Februar – Zehn-Finger-Tastschreiben 6. Februar – wollen wir mit neuen Grundkursen für Anfänger beginnen; das heißt also: überzeugend werben … wo, wann, wen und wie auch immer. „In der Kürze liegt die Würze“ macht unabwendbar Sinn; denn der mit steigender Fertigkeit einhergehende Zeitgewinn führt zusätzlich noch zu Freiraum, den man in aller Regel zunächst für eine erweiterte geistige Kapazität, aber natürlich auch für die Rationalisierung jeder Arbeit generell nutzen kann.

„Schreiben, immer wieder schreiben“, diese Äußerung kann niemand allzu ernst nehmen, der mit geringen Mitteln in wenig Zeit möglichst viel für die Entlastung seines Gedächtnisses tun möchte: Könner können Kurzschrift und Tastschreiben, daran ändert sich trotz vieler elektronischer Versuche kaum etwas. Bringen Sie diesen Gedanken in Ihrem Umfeld an Frau oder/und Mann.

>> Unterrichtsplan Frühjahrssemester 2019

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Praxisgerechte Schreibfertigkeit

 
Zwar ist dies ein dehnbarer Begriff, weil jede Leistungsstufe dies je nach privater bis hin zu professioneller Anwendung anders bemisst. Für alle gemeinsam aber gilt, dass es bei jedem Leistungsstand und in jeder Anwendung für die weitere Zielsetzung wirksam bleibt, regelmäßig die eigene Fertigkeit an Silben, Anschlägen, Textbearbeitungen im harten Wettbewerb mit Gleichgesinnten zu überprüfen, um daraus neue Ziele abzuleiten.

Ganz abgesehen von dieser sehr persönlichen (individuellen) Einschätzung geht es bei unseren

Stadtmeisterschaften am 23. März 2019

um die exzellente örtliche Darstellung der Leistungskraft unserer Mitglieder ganz generell, die mit Urkunden, Stadtmeistertiteln, Wander- und Ehrenpreisen auch noch dazu sehr attraktiv ist. Und hier sollte bei jedem aktiven (schriftkundigen) Mitglied und auch Nichtmitglied dann der angeborene Patriotismus eine Teilnahme einfach voraussetzen … gleichgültig, auf welchem Niveau, denn Meister zu werden ist bei der ehrgeizigen Konkurrenz ohnehin nicht so einfach.

Der Zeitplan entspricht der bewährten Organisation:

12:00 Uhr Texterfassung (alle Klassen)
13:00 Uhr Textbearbeitung
14:00 Uhr Kurzschrift (Meisterklasse/Praktikerklasse 2)

 
Wegen des zu forcierenden Ablaufs werden die unteren Leistungsstufen bereits in der vorhergehenden Woche im Rahmen des Unterrichts absolviert. Am Samstag gilt auch diesmal, dass die PC-Technik einschließlich Drucker mitzubringen ist. Die Teilnahmegebühr beträgt unverändert 2,00 Euro pro Wettbewerb. Die Ergebnisse unserer jugendlichen Wettschreiber/innen fließen in die Auswertung des Bundesjugendschreibens ein, werden also auch mit der etwas aufwändigeren Urkunde belohnt. Für Auskünfte und Beratung im Vorfeld unserer Stadtmeisterschaften stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung. Kurzfristige Vorbereitung im abendlichen Training ist ebenso möglich.

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Komplette Bilanz

Wir halten uns da wie gewohnt streng ans Vereinsrecht, das eine ordentliche Mitgliederversammlung spätestens alle zwei Jahre vorschreibt. Am

Mittwoch, 20. Februar 2019, 19:30 Uhr 

findet unsere

Jahreshauptversammlung

in den Berufsbildenden Schulen Goslar Am Stadtgarten, Heinrich-Pieper-Straße 3 – 7, Raum 009, statt. Hierzu laden wir alle Mitglieder herzlich ein mit der Tagesordnung:

 

  1. Begrüßung, Gedenken, Auszeichnungen
  2. Bericht der Unterrichtsreferentin
  3. Geschäftsbericht des Vorsitzenden über 2018
  4. Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2018
  5. Aussprache zu den Berichten
  6. Bericht der Kassenprüfer/innen
  7. Entlastung der Kassiererin/des Vorstandes
  8. Ergänzungswahl eines Kassenprüfers
  9. Verschiedenes

 
Auch wenn wir nachvollziehen können, dass derlei Regularien nicht unbedingt zu den beliebtesten Übungen einer Mitgliedschaft zählen, halten wir die Mitgliederversammlung für sinnvoll und angebracht, ist dies doch die Möglichkeit, Rechenschaft über die Vereinsarbeit abzugeben, konstruktive Kritik einzufordern, Erfahrungen und Empfehlungen auszutauschen. Wie wohl sonst kann das interessierte Mitglied erkennen und darüber nachdenken, ob und wie passiv oder aktiv es sich ins Gespräch bringt. Das „Dienstalter“ und die personelle Zusammensetzung unseres Vereinsvorstandes fordert es allmählich dringend heraus, die nahe Zukunft entsprechend einzuschätzen.

 
Nehmen Sie somit diese Einladung ernst, stellen Sie sich auf die Inhalte der Versammlung ein, überdenken Sie Ihren möglichen Anteil an der Vereinsarbeit; die Vereinsführung würde sich über Ihre Teilnahme an der Hauptversammlung grundsätzlich sehr freuen, denn der Vorstand muss sich untereinander nicht zwingend rechtfertigen.

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Geselliger Höhepunkt

41 Teilnehmer von 82 Einladungen, das könnte man als Hälfte und so als gute Quote bezeichnen, wenn nicht einige als Partner unserer langjährigen Mitglieder am 17. November im H+ Hotel das Geleit gegeben hätten. Dennoch geriet diese 65. Auflage unseres alljährlichen Vereinsehrenabends zum Erfolg, geprägt von guter Atmosphäre und Harmonie sowie den gewohnten Anmerkungen des Vorsitzenden.

 
Er stellte die positiven Kriterien für die Vereinsarbeit in den Vordergrund und leitete daraus das erfreuliche, hohe Leistungsniveau mit zahlreichen überörtlichen Erfolgen im Jahr 2018 ab: Die Zahl von Meistertiteln und „Treppchenplätzen“ erreichte einen beeindruckenden Stand und trug mit zur weiteren Imagefestigung in der nationalen Organisation bei.

 
Neben einigen auflockernden Würdigungen standen etliche Auszeichnungen bzw. lobende Benennungen an, die bedauerlicherweise nicht alle persönlich angebracht werden konnten. Leistungsabzeichen für weitere Wettschreibstufen überreichte Eckehardt Hubitschka an die Nachwuchsschreiber Lars Drygala, Robin Rönnecke und Niklas Warnecke. Mit den Ehrenabzeichen des DStB wurden ausgezeichnet in Bronze Detlef Student bzw. in Gold Günter Borchers; Bernd Nietzel wurde für 50 Jahre mit einem Blumenstrauß geehrt.

 
Mit seinem Dank für Verbundenheit und Treue verband der Vorsitzende seinen Wunsch auf weitere ideelle und auch materielle Unterstützung des Vereins und seiner Arbeit, vor allem aber um überzeugende Weitergabe der Aus- und Weiterbildungsangebote, damit die Goslarer Stenofamilie auch künftig auf sich aufmerksam machen kann.

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Verbandserfolge

23. November – „GZ“: Bundespokalschreiben absolviert. So lautete die Überschrift „im Blatte“ … fast zwei Wochen nach diesem traditionellen Kräftemessen der Verbandsmannschaften in München. Zwar wurde im Text unsere Vorgabe ziemlich vollständig – wenn auch ohne Foto - wiedergegeben; dennoch fiel das Ganze etwas ab gegenüber den sehr guten Leistungen unserer „Nordlichter“.

17 Schriftfreundinnen und –freunde hatten sich auf den langen Weg in die bayerische Landeshauptstadt gemacht, darunter zwölf Wettschreiber/innen, um in jeweils einer Mannschaft in den Wettbewerben Kurzschrift, Texterfassung sowie Textbearbeitung die Farben des Norddeutschen Stenografenverbandes zu vertreten, und zwar aus vier Vereinen, davon allein neun aus Goslar.

Und in allen drei Starts sprang ein Treppchenplatz heraus, was in dieser Breite nur noch von Nordrhein-Westfalen und Bayern übertroffen wurde. Die teilweise sehr knappen Entscheidungen glichen sich im Endeffekt fast wieder aus: Winzige 10 Punkte Vorsprung in Kurzschrift, 197 im Schnellschreiben, 3500 in Textbearbeitung, dies zweimal vor Bayern, einmal vor Hessen; besser hätte es kaum laufen können für die Topschreiber/innen unseres Verbandes. Die Krönung ist dabei für uns zweifelsohne der abermalige Gewinn des Bundespokals in Kurzschrift.

Somit tauchen in der an sich zweitrangigen Einzelrangfolge norddeutsche Starter insgesamt achtmal unter den Top Ten auf mit diesen Leistungen:

Kurzschrift: 2. Wolfgang Groth 450 Silben, 4. Frank Büttner 375 Silben, 6. Peter Birtel 375 Silben, 12. Hella Hobbie 350 Silben
30-Minuten-Schnellschreiben: 5. Martina Wichers (Soltau) 567 Anschläge, 8. Martina von der Eltz 513 Anschläge
Textbearbeitung: 5. Sarah Riebeling (Schleswig) 143 Autorenkorrekturen, 6. Martina Wichers 131 AK, 10. Martina von der Eltz 122 AK

Wir dürfen uns alle über einen sehr erfreulichen Abschluss eines ohnehin äußerst erfolgreichen Wettschreibjahres freuen und gratulieren unseren schnellen Schreibern herzlich. Es wird schwer werden, dieses hohe Niveau im Jahre 2019 zu halten.

 
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Stabile Größe

Wie misst man die Größe eines Vereins? Da steht zunächst einmal die Leistungsstärke; wer kennt die Mitgliederzahl von Bayern München? Dennoch aber – vor allem auch hinsichtlich wirtschaftlicher Stärke – ist schon die Zahl der Mitglieder eine maßgebliche Aussage.

Immer zum Ende eines Jahres müssen wir für unseren Verein die Mitgliederzahl auf den Punkt bringen für unsere übergeordneten Organisationsstufen, damit diese die Beitragseinnahmen einschätzen können. Goslar hat das Jahr 2018 mit 86 Mitgliedern begonnen und weist nach vier Zugängen bzw. drei Austritten zum Jahresende (nahezu unverändert) 87 – 63 weiblich und 14 männlich – aus. Allerdings gehören davon 55 Mitglieder unserem Verein bereits mehr als 25 Jahre an, auf der einen Seite ein angenehmes Zeichen der Treue und Zusammengehörigkeit, auf der anderen aber eindeutig ein Indiz für das bescheidene Bild jüngerer Mitglieder. Wer sorgt für Abhilfe?

Daneben können wir auch noch einen weiteren Punkt ansprechen: Wiederholt schon haben wir unsere Stellung in den überregionalen Funktionsstufen angesprochen, wohl wissend, dass aufgrund unserer Vereinsgröße hier und da ein stärkeres Engagement gut ankäme, als Funktionsträger also. Die derzeitige Manpower gibt dies aber nicht her. Sehr wohl jedoch werden wir jede „Bewerbung“ um eine Mitarbeit in Verein, Verband, Bund und sogar in Intersteno freudig begrüßen und fördern; oft kommt es nur auf einen Versuch an … ohne Weiteres auf der untersten Ebene. Geben Sie sich oder Ihr Interesse zu erkennen.

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Bewährter Stenofüller

Was waren das doch noch für Zeiten, als die unentbehrlichen Feinheiten der Kurzschrift auch mit entsprechendem Schreibgerät aufs Papier gebracht wurden: dem Stenofüller, insbesondere im normalen Handel angeboten von den Firmen Pelikan und Geha, aber auch höherpreisig von anderen Marken. Im Zuge des allgemeinen Wertverlustes der Stenografie sind im Laufe der Jahrzehnte die Absätze derart zurückgegangen, dass diese speziellen Füllfederhalter aus den Sortimenten genommen wurden.

Von allen Stenografen wird das Fehlen dieses Gerätes mit der besonderen Feder und dem speziell geregelten Tintenfluss schmerzlich bedauert, da Bleistift, Kugelschreiber o. a. keine annähernd passende Qualität bieten können. Wir appellieren an unsere erfahrenen, längst nicht mehr aktiven Mitglieder, ihren lebenslang aufgebauten (aufgestauten) Schreibgerätebestand zu prüfen, ob nicht irgendwo noch so ein „Exot“ nostalgisch vor sich hindämmert und ob er diesen möglicherweise einem ehrgeizigen Nachwuchsschreiber über unsere Vermittlung anbieten möchte. Auch dies wäre ein Beitrag zur Kultur, nämlich der des Schreibens.

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Flottes „Tippen“

Was hat dieses Verb nicht alles an Bedeutungen, nur für eins steht es nicht: das systematische Tastschreiben … möglichst mit zehn Fingern, im Zweifelsfalle aber auch weniger. Dieses für „leichtes Berühren“ stehende Wort stammt ursprünglich aus dem Niederdeutschen/Mitteldeutschen des 16. Jahrhunderts: Dippen oder sogar Tupfen. Aktuell wird es wohl eher für Anstoßen, Andeuten und dann für Raten mit Gewinnaussicht, zumeist in Zahlen … wofür und mit wie viel Glück auch immer.

Leider ist nun allerdings zu beklagen, dass selbst Lehrer – vorrangig für technische Fächer oder auch Deutsch – unabhängig von ihrer Lehrbefähigung leichtsinnig mit diesem Begriff umgehen, was schon fast zu der Erkenntnis führen kann, dass dieser nachlässige Umgang mit unserer Sprache nicht annähernd die Fertigkeit auf der PC-Tastatur wiedergibt, die dann auch noch im Gegensatz zu fast allen Schulfächern klar zu bemessen ist. Hier wird Bildungspolitik und Leistung deutlich banalisiert. Dabei liegt uns doch allen am Herzen, dass unsere Kinder in der Schule die Kulturtechniken Schreiben, Lesen, Rechnen erwerben und diese Basisfähigkeiten auch praxisgerecht anwenden können. Aber wie vieles andere auch sieht sich Bildung vor allem in den Rahmenbedingungen einem nicht zu übersehenden Verfall ausgesetzt mit dem Effekt, dass manches Kulturgut zunehmend verblasst. Wir „schreiben“ weiterhin … sicher und schnell sowie jedem „Tipper“ überlegen.

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Zuletzt aktualisiert: 31.12.2018

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