Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 Mai/Juni 2021

           Stenografenbund       AG Steno       Deutsche Stenografenzeitung       Goslarsche Stenografen-Zeitung  
    Homeoffice ergonomisch   

Steno national

Wer zählt die Termine und Namen, zu denen die Vertreter der deutschen Stenografenvereine sich in den zurückliegenden Jahren regelmäßig trafen, um die Weichen für fachliche und organisatorische Fragen zu stellen. Unzählige Bekanntschaften und Freundschaften sind daraus hervorgegangen.

Nachdem sie im Vorjahr der Pandemie zum Opfer gefallen war, hat das Präsidium diese Bundesmitgliederversammlung für das laufende Jahr am 18. April online veranstaltet, wie man hört ruhig, sachlich und harmonisch mit rund 30 Teilnehmern. Mit 17 Punkten plus Untergliederungen wurde die Tagesordnung abgewickelt, wenn auch nicht alle nachhaltig geregelt werden konnten.

Personell bleibt es bei der Führung unserer Organisation durch Regina Hofmann (Stralsund); der vakante Posten des 2. Vizepräsidenten wurde mit Dr. Koch (Langen) besetzt; entgegen ihrer Absicht bleibt unsere Regina Groth für weitere zwei Jahre Schriftführerin, also im Präsidium.

Nachdem die deutschen Meisterschaften schon vor Längerem abgesagt worden waren, wird es für dieses Jahr bei entsprechendem Corona-Verlauf höchstens bei einem nationalen Wettschreiben bleiben mit dem Bundespokalschreiben in Apolda (Thüringen).

Die Stenografenzeitung wartet ebenso auf Lösung, wie Aktivitäten der Deutschen Stenografenjugend BJCKM wieder ein wenig Schwung ins stenografische Leben bringen sollen.



Information und Kommunikation

Dieser Beitrag kommt zur rechten Zeit und passt sehr gut zu unserem an anderer Stelle angesprochenen Problem.

Wir als Mitglied im Deutschen Stenografenbund mit Hauptaugenmerk auf der Deutschen Einheitskurzschrift hatten bisher ignoriert, dass es eine Arbeitsgemeinschaft Deutscher Stenografiesysteme (ADS) gibt, zumal diese bislang Stolze-Schrey-geprägt war. Dieser Verband hat sich zum Ende 2020 aufgelöst; allerdings hat sich eine neue Schriftleitung für die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift mit dem Titel „Stolze-Schrey-Post“ (SSP) – Zeitschrift für Stenografie, Sprach- und Schriftkultur – mit Dr. Jascha-Alexander Koch an der Spitze gefunden.

Wie bei allen großen Zeitungsverlagen drängt sich die Frage auf, warum in der heutigen Zeit ein solches Organ genutzt wird, statt sich kostenlos im Internet zu informieren, zumal es derzeit keine Publikation zu den Geschehnissen im Bereich der Stenografie und des stenografischen Lebens festhält und der Nachwelt überliefert, sozusagen als eine der Verbindungslinien zu anderen geistigen Bereichen. Die Absicht der Redaktion ist es, diese Zeitschrift auch im 21. Jahrhundert in gedruckter Form und nicht digital zu veröffentlichen. Die Themen sind und sollen allgemein, d. h. systemübergreifend und damit vielfältiger sein. Die 14 Beiträge in der Ausgabe I/2021 (32 Seiten) weisen beispielsweise einen zum Thema „Haben Stenografenvereine noch eine Zukunft?“ auf, für alle kampferprobten Stenografen wohl ein fundamentales Thema, ebenso wie „Vereinsrechte und Vereinspflichten in Zeiten von Corona“.

Aktuell und unterhaltsam auf der einen, interessant und informativ auf der anderen Seite ist der erste Eindruck. Wer zu dem Angebot des Bezuges in Verbindung mit einer Mitgliedschaft Näheres wissen möchte, kann sich beim Vorsitzenden oder aber auf der Webseite www.ADSteno.de weitere Infos einholen.

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Deutsche Stenografenzeitung

Dieses „Fachblatt des Deutschen Stenografenbundes e. V.“ hat in den letzten Jahren eine bewegte Entwicklung erfahren: Nach langjähriger Schriftleitung zweier versierter Schriftfreund*innen war diese nach einer Interimslösung in der Bundesgeschäftsstelle 2012 und später dann nochmals neu besetzt worden. Die ursprüngliche monatliche war in dieser Folgezeit in vierteljährliche und zuletzt sporadische Erscheinung übergegangen. Aktuell sind die Newsletter des Bundes noch der einzige Informations- bzw. Kommunikationsweg unserer Organisation.

Eine solche Schriftleitung ist zweifelsohne eine heikle, anspruchsvolle Aufgabe, die in starkem Maße von Verbindungen, Erfahrung und Interesse insbesondere an fachlichen Fragen abhängt. Und genau hier taten sich für den noch sehr jungen Schriftleiter aus Neukirchen, gleichzeitig Bundesjugendleiter, zunehmend und deutlich jene Lücken auf, die jüngst zur Aufgabe des Jobs führten. Das qualitative Niveau war und ist völlig losgelöst von anderen internen und externen gesellschaftlichen Fragen nicht mehr zu halten; junge und alte Schriftfreund*innen sind nicht mehr unter einen Hut zu bringen, werden somit teilweise nicht mehr erreicht, Kontakte und Verbindungen leiden darunter.

Es entwickelt sich zur spannenden Frage, mit welcher Kommunikationsform sich der Deutsche Stenografenbund den vielfältigen Fragen stellen wird.

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„Goslarsche Stenografen-Zeitung“

Es ist schon ein merkwürdiges Zusammentreffen unterschiedlicher Situationen und entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie, dass auch unser Verein gerade jetzt vor einer Veränderung seiner Publikation steht. Und die Ursache ist nicht in den anderweitig geschilderten Voraussetzungen zu finden, sondern ganz einfach in der überraschenden Ankündigung: Unsere Druckerei, die unsere Vereinsmitteilungen mit sich ständig verringernder Auflage seit Jahrzehnten produzierte, stellt im Juni dieses Jahres ihr Erscheinen ein.

Zuletzt versandten wir alle zwei Monate etwa 50 Exemplare per Post an unsere in Würde ergrauten bzw. internetresistenten Mitglieder, nachdem wir die andere Hälfte unserer Adressaten bereits im Laufe der Jahre sehr behutsam auf E-Mail umgestellt hatten. Aus heutiger Sicht wollen wir – in lebhaften wie in eingeschränkten Zeiten – auch künftig auf keinen Fall auf diese Art der Verbindung verzichten, weil wir das Interesse unserer Mitglieder bzw. unsere Verbundenheit zu ihnen gerade in einer immer anonymeren, sterilen Zeit für unentbehrlich halten unabhängig davon, wann und wie wir gegenseitige Loyalität und Solidarität nutzen können. Eine ideelle Gemeinschaft – wie die der Goslarer Stenofamilie – muss hier ihrem Namen gerecht werden, wobei auch bei uns die Frage offen bleibt: Wer liest wann wie viel von den verfügbaren Nachrichten und Informationen?

Genau an dieser Stelle kommen wir einmal mehr zu der Überlegung: Ist die gedruckte Form – Lesen bei einer zufälligen Gelegenheit – hinsichtlich der Intensität der elektronischen Übermittlung – konzentriertes Lesen am Monitor – vergleichbar? Daher haben wir Internet und Mail in der Vergangenheit nicht in der Form forciert, dass wir diese Frage vielleicht jetzt nicht mehr aufwerfen müssten. Nun aber im Rahmen der grundsätzlichen Überlegung erbitten wir geradezu die Entscheidung noch nicht mit uns vernetzter Mitglieder, ob und wer bei der anstehenden Gelegenheit die regelmäßigen Vereinsnachrichten per Mail erhalten möchte. Kurze Anweisung genügt.

Für den Rest unserer Mitglieder und für die mit uns befreundeten externen Schriftfreund*innen suchen wir noch die neue Regelung, wie wir die Optik und das Format trotz kleinerer Auflage kostengünstig beibehalten können. Unsere „Blauen Blätter“ wollen wir auch ab Juli weiterhin an den Mann/die Frau bringen, auch wenn sie dann vielleicht nicht mehr blau, sondern weiß sind. Schließlich wollen auch wir selbst uns in die Pflicht nehmen, nur Lesen muss ein jeder selbst.

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Homeoffice ergonomisch

Früher waren sie obligatorisch und ein jedes Tastschreiblehrbuch stellte sie dar, galt es doch, mit den ergonomischen Haltungshinweisen nachhaltige gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Diese für das Maschinenschreiben gültigen „Regeln“ sind seit Einzug des PC mit entsprechendem (normalen) Arbeitsplatz und zuletzt bei Homeoffice zunehmend in Vergessenheit geraten.

Kürzlich fanden wir in einem Nachrichtenmagazin eine Zusammenfassung der Hinweise, die jenen Mitmenschen helfen könnte, die ihrem Rücken Gutes tun wollen … vor allem bei Homeoffice vorzugsweise mit der Ergonomie.

1.  Stuhl und Sitzhaltung sind für die Dynamik beim Sitzen (höhenverstellbare Stühle, bewegliche Sitzfläche) wichtig.

2.  Hände und Unterarme sollen auf Tischhöhe parallel zum Boden liegen und eine Linie bilden.

3.  Ober- und Unterschenkel stehen vollflächig im 90-Grad-Winkel mit ausreichender Bewegungsfreiheit auf dem Boden.

4.  Der Arbeitsplatz wird mit 80 x 160 cm empfohlen, soll dennoch Freiraum für die Kreativität aufweisen.

5.  Der Monitor soll im Abstand einer Armlänge etwa 30 Grad nach unten geneigt sein, also Oberkante leicht unterhalb Augenhöhe.

6.  Wenn auch vorzugsweise viel Tageslicht effizientes Arbeiten erleichtert, soll eine Schreibtischlampe in Reichweite sein.

7.  Auch wenn schöne Bilder und echte Pflanzen die Arbeitsatmosphäre und die Produktivität beeinflussen, soll die optimale Temperatur 20 bis 22 Grad bei entsprechender Luftfeuchtigkeit betragen.

8.  Man sollte trotz allem nicht versäumen, sich immer wieder einmal zu strecken, aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.

9.   Wenn trotz all dieser Verhaltensregeln doch der Rücken einmal zwickt: Spezielle Übungen halten Therapeuten gegen Rückenschmerzen bereit.

Nun: Ist Ihr Arbeitsplatz – im Büro oder daheim – korrekt?

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Zuletzt aktualisiert: 02.05.2021

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