Stenografen-Verein Goslar E. V.

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Aus den Vereinsmitteilungen


 November/Dezember 2021

     Neues Semester      Vereinsehrenabend abgesagt      Dezentrales Verbandswettschreiben  
    Grund- und Trainingsseminar für Jugendliche Tastschreiben      Kreativität und Kraft 
      Ergebnisse Bundesjugendschreiben       Rückschau      Schweigen      Frohe Weihnachten   

Wohl getan?

Was ist geschehen in den beiden Monaten seit unseren letzten Vereinsmitteilungen an unsere Mitglieder? Die vermeintlich zunehmende Lockerheit hat nichts an den Diskussionen um 3G oder 2G ändern können. Das entfallene „Getestet“ hat unsere Unterrichtspraxis in gewissem Sinne verschärft … vor allem seit 11. Oktober mit der Kostenpflicht für den Test, zumal im Schulalltag die Unterschrift der Eltern unter die dreimal wöchentlich vorzulegende Erklärung an sich eine Farce ist. Oder ist bisher jemals ein Infektionsweg rekonstruiert worden? Inzidenzen in Verbindung mit weiteren Kennziffern, dann noch in Abweichung zwischen RKI und Gesundheitsverwaltung, haben alles andere als Planungssicherheit ergeben; wirtschaftliche und ideelle Entwicklungen sind auf steigende Risikofreude von Einzelnen zurückzuführen und nicht auf politische Klarheit.

Auch wir haben riskiert mit der Fortsetzung unserer Fortbildungskurse, auch wenn vorherige Beteiligung nicht zu erreichen war. Immerhin aber haben wir ein bescheidenes Zeichen von Zuversicht unter erschwerten Bedingungen gezeigt in der Hoffnung, damit Selbstsicherheit und Überzeugung für Schreibfertigkeit zu stärken. Ganz anders sieht dies bei den Ende September angedachten Grundkursen für Anfänger aus, die wir wegen nicht erreichter Mindestteilnehmerzahlen sämtlich auf Anfang 2022 verschieben mussten, beseelt von der dringenden Erwartung, dass dann die einschlägigen Bedingungen vor allem auch beim anzusprechenden Potenzial an schreibfähigen Mitmenschen mehr Motivation auslösen.

Nicht zuletzt ermuntert uns in dieser Hinsicht statt „G“ das „K“ – siehe spätere Anmerkungen - in verschiedenen Kriterien des menschlichen Daseins: Wellness … Wissen … Wohlsein … Wünsche … Würde sollten wie früher deutlich mehr Wertschätzung erfahren als die hinlänglich bekannten Partizipien, auch und gerade in dieser Reihenfolge; „schneller als andere“ passt da hervorragend hinein und darüber. Sämtliche fünf Substantive - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - vermitteln die eigene Überzeugung und Stärke als Grundlage für jederlei Fertigkeit in Kurzschrift und/oder Tastschreiben. Das „schneller“ ist ohne Weiteres zu ergänzen oder zu erweitern auf „sicherer“.



Geselligkeit ist ausgesetzt

Wenn wir uns seit zig Monaten ständig den Kopf zerbrechen, wie unser „Vereinsrad“ wieder in Schwung gebracht werden kann, und uns dabei logischerweise auf Aus- und Fortbildung (Training) konzentrieren, dann offenbart die gesellige Seite unseres Vereinslebens noch schwierigere Voraussetzungen und Entscheidungen.

Wir waren seit Längerem unabhängig von der Einschätzung unserer angesprochenen Mitglieder zum Risiko bereit; nun nach aktueller Abwägung der Einschränkungen mussten wir uns leider vor allem mit dem Hotel H+ verständigen, unseren für den 20. November 2021 terminierten Vereinsehrenabend abzusagen. Mit den vorgegebenen Auflagen hätten wir uns beim Kreis unserer langjährigen Mitglieder keine Freunde machen können.

Auch wenn nun in dieser pandemischen Phase diese Veranstaltung zum zweiten Mal gestrichen werden musste, ändert dies nichts an unserem zwingenden und dringenden Wunsch, den Kontakt zu allen Mitgliedern auf früherem Niveau zu bewahren, die fehlende Zwischenmenschlichkeit wieder auf gewohnten Stand zu bringen. Wir bitten unsere Stenofamilie um Verständnis; bewahren wir alle uns die Hoffnung auf Besserung … immer mit minimalem Risiko.

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Beweis von Schreibfertigkeit

Zwei Jahre ohne Norddeutsche Meisterschaften; der gute Kontakt innerhalb der norddeutschen Wettschreiber/innen von Flensburg bis Goslar steht in Gefahr. Daher hat sich der Norddeutsche Stenografenverband nach Erkundung des Interesses „aufgerafft“, zum Abschluss dieses Jahres mit Frist vom 4. Oktober bis 31. Dezember 2021 ein dezentrales Wettschreiben (in den dazugehörigen Vereinen) in den Wettbewerben Kurzschrift, Texterfassung, Textbearbeitung und Professionelle Textverarbeitung auf der Basis der Wettschreibordnungen des DStB anzubieten. Einheitliche Urkunden sowie überregionale Ergebnislisten – natürlich gegen angemessene Teilnehmergebühr – können über den Leistungsvergleich hier und da bestimmt Motivation aufbauen für nachfolgende Steigerung der Schreibfertigkeiten.

Natürlich wird sich unser Verein diesem Vorhaben nicht entziehen, wobei in den nächsten Wochen noch zu klären sein wird, ob wir die Mitwirkung unserer Spitzenschreiber/innen zur Bestätigung unseres bisherigen Leistungsniveaus nutzen können. Wir werden das grundsätzliche Wohlwollen der Betroffenen erfragen und dann entsprechend organisieren, davon ausgehend, dass sowohl die individuelle Leistung wie das Prestige des Vereins zu untermauern sind. – Wer sich kurzfristig äußern möchte: sehr gern!

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Sicherer – schneller

Die Hessische Stenografenjugend setzt sich seit Jahren mit Grund- und Trainingsseminaren für Jugendliche in Szene. Inzwischen liegt uns die Planung vor mit den Angeboten für Nachwuchsschreiber/innen in Tastschreiben bzw. Professioneller Textverarbeitung im März und Mai kommenden Jahres in Bad Hersfeld bzw. Darmstadt.

Bei wem Ehrgeiz und fachliches Interesse vielleicht bis zu einem Wochenende mit Gleichgesinnten in Hessen reichen, die oder der setze sich mit unserem Vorsitzenden wegen der Einzelheiten in Verbindung. Auch eine direkte Mail-Verbindung unter hessische-stenografenjugend@gmx-topmail.de unter Berufung auf diese Information kann eine Nachfrage beschleunigen.

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K statt G?

Lösen wir uns ruhig einmal von den C's, G’s, Q's und richten wir unseren geschätzten Blick auf K. Nein, wir meinen nicht Kaffee, Kuchen, Kekse, vielmehr sind Kreativität und Kraft gemeint, wenn es um die Bewertung von Krise geht: Kritik ist stets berechtigt, Klage sollte bei sich selbst angesetzt werden, Krankheit kann jeder und jedem verwehrt bleiben, Knappheit materiell oder ideell gönnen wir niemandem. Und wenn alle Kandidaten in diesem Wortspiel die richtigen Schlüsse ziehen, dann dürften frühere Eigenschaften doch wieder erreicht werden … zum Wohle jedes Einzelnen und vor allem der Gemeinschaft, wenn die kreisenden Gedanken unsere Kapazität in die nützliche Richtung entwickeln.

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Welche Freude!

In nahezu zwei Jahren absoluter Ruhe machte als einziger nationaler Wettbewerb im vergangenen wie im laufenden Jahr lediglich auf sich aufmerksam: das Bundesjugendschreiben. Wenn auch mit dramatisch niedrigen Teilnehmerzahlen vor allem in den deutschen Schulen wurde auch die diesjährige 48. Auflage in Kurzschrift, Tastschreiben, Textbearbeitung, Tabellenkalkulation von der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien (BJCKM) angeboten, dies sogar mit Fristverlängerung bis zum 30. September.

Auch wenn wir für den Verein kein großes Wettschreiben durchgeführt haben, so wollten wir unseren jugendlichen Wettschreiber(inne)n auf keinen Fall den Leistungsvergleich im Lande verwehren und haben uns nach den Sommerferien im letzten Moment zumindest in den PC-Disziplinen noch auf den fahrenden Zug geschwungen. Und freuen dürfen wir uns über bemerkenswerte Leistungen unserer Teilnehmer/innen:

Niklas Warnecke - 380 Anschläge (Grundklasse) sowie 141 Bearbeitungen
Robin Rönnecke - 434 Anschläge (Grundklasse) sowie 105 Bearbeitungen
Lars Drygala - 395 Anschläge (Grundklasse) sowie 122 Bearbeitungen
Ilayda Filiz Schmidt - 281 Anschläge (Grundklasse) sowie 74 Bearbeitungen
Inge Biedermann - 302 Anschläge/65 Bearbeitungen
Ute Mandalka - 225 Anschläge/58 Bearbeitungen
Imke Drygala - 73 Bearbeitungen

Wir gratulieren herzlich zu diesen Ergebnissen, ohne jetzt schon beurteilen zu können, wie sich unsere fünf Jugendlichen in den betroffenen vier Altersklassen bundesweit positioniert haben. Zumindest die besonderen Leistungsurkunden liegen inzwischen vor.

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Rückschau – oder?

Unsere Leser sind es gewohnt, zu dieser Zeit und an dieser Stelle einen ersten Rückblick auf das ablaufende Jahr vorzufinden. Aber worüber soll man berichten, wenn sich nichts abspielt?

Wir sprechen über das erfolglose Jahr 2021 und bewegen uns durchaus im Rahmen der bekannten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschätzung, die von VIPs dann nur noch gelegentlich mit Verwirrung bis hin zu Panikmache angereichert wird. Eine Imagepflege oder Profilierung war einfach nicht möglich, weil Wettschreiben, Meisterschaften ausfielen, weil Resonanz auf unsere Bereitschaft durch Bevölkerung und Instanzen wegen Bedingungen und Auflagen nicht zu erwarten war. Wir mussten mit Nachdruck hinnehmen, wie unsicher unsere unverändert überzeugende Darstellung von Schreibfertigkeit ohne diese äußeren Effekte eben ist.

Aber umso bedeutender ist in solchen kritischen Phasen doch eine stabile „innere Werbung“. Objektive Überzeugungskraft zu handwerklicher Schreibfertigkeit strahlt in zu beeinflussender Form nach wie vor Wirkung aus, auch und gerade in technisch unzuverlässigen Zeiten. Wer immer in diesen zwölf Monaten als interessiertes, engagiertes Mitglied Kontakte und Dialoge mit uns gepflegt hat, dem oder der Schriftfreund/in sei gedankt.

Was sind nun an der Schwelle zum Jahr 2022 unsere Erwartungen und Herausforderungen? Wir wollen und müssen alle gemeinsam unsere Kräfte mobilisieren und den früheren Schwung wiedergewinnen in der Präsentation der Sache selbst mit all ihren Vorteilen, müssen uns hin und wieder vielleicht auch hemdsärmelig über weiterhin undurchsichtige Einschätzungen hinwegsetzen. 130 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit muss wirksam für unser Image und über eine verständliche Müdigkeit hinweg fortgesetzt werden. Noch ist das Feld bestellt … auch für dringend notwendige personelle Veränderungen. Kontakte und Dialoge sind ein probates Mittel bei diesem Bemühen um unsere Zukunft. Schon Aristoteles sagte: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel setzen.“

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Reaktion = Schweigen

Man mag zu den neuen Informations- und Kommunikationstechniken stehen, wie man will, am Ende vielleicht als Verweigerer abgestempelt werden, aber die mit der Entwicklung einhergehende Neutralisation der Zwischenmenschlichkeit wird inzwischen weder von sehr modernen noch von den in die Jahre gekommenen Mitmenschen bezweifelt.

Also schließen wir uns am einfachsten dem Trend an oder beteuern wir die alten Zeiten, wo das Wort mit- und untereinander von Angesicht zu Angesicht noch geschätzt wurde. Unabhängig von Pandemie und Hygienevorschriften erleben wir neuerdings immer häufiger Videokonferenz, Zoom und wie die Methoden alle heißen, „freuen“ uns über Digitalisierung und Anonymisierung, um kurz danach die Defizite festzustellen.

Ob dies Verwaltung und Wirtschaft, unserer Gesellschaft insgesamt gut tut? Wir erleben bereits die Einbrüche in ideellen Vereinigungen, in kulturellen Einrichtungen; auch in der Bundesrepublik hinterfragt man den Wählerverlust mit Unterlassungen zur Gunst des Souverän bzw. zu unkoordinierten Darstellungen am Ende. Es wird spannend sein, wie lange wir diese antizyklische Entwicklung noch ertragen und wann die Schmerzgrenze überschritten sein wird.

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Frohe Weihnacht

Frohes Fest

Auch wenn viele trübe Monate in zeitlich enge Festtage übergehen, jeder verspricht sich doch am Ende strahlendes Licht. Unser aller Hoffnung, hieraus Ansporn für folgende Belastungen zu gewinnen, muss und wird nachhaltige Wirkung hervorrufen.

Allen unseren Mitgliedern, Mitarbeitern, Wettschreibern, kampferprobten Gefährten – auch weiblich – und deren Angehörigen wünschen wir ein von Erkenntnissen geprägtes, fröhliches Weihnachtsfest. Möge familiäre Harmonie bei jedem den inneren und äußeren Frieden bestätigen und stärken.

Die Vereinsführung

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Zuletzt aktualisiert: 06.11.2021

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