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Stenografen-Verein Goslar e. V.
November 2024 Nachruf Jutta Hubitschka Neues Semester Silber bei Weltmeisterschaften Bundespokalschreiben
Bundesjugendmeister Vereinsehrenabend Jahresende
Nachruf auf Jutta Hubitschka Die meisten von euch haben es vermutlich
mitbekommen: Am 20. September ist unser langjähriges Vereins- und
Vorstandsmitglied Jutta Hubitschka verstorben. Wie auch ihr Ehemann Eckehardt
war sie ein Urgestein, eine fleißige Stütze des Vereins, jemand, der nie Lob
oder Lohn verlangte, aber diesen immer verdiente. Und mehr als das war sie
vielen von uns eine Lehrerin, eine freundliche Schulter und über alles andere
eine sehr gute Freundin. Nach Eckehardts Tod im letzten Jahr ist dies ein
weiterer heftiger Schlag für den Verein. Ihre Abwesenheit macht uns deutlich
ärmer, aber dank ihr konnten wir überhaupt so weit kommen. Wir werden sie stets
als die hilfsbereite, freundliche Person, die sie war, in Erinnerung behalten. Beginn des Herbstsemesters 2024 Ein weiteres Mal hat das Semester für
unsere Kurse begonnen. Auch dieses Mal konnten wir wieder einen Grundkurs für
unser PC-Schreiben aufstellen. 6 Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen lernen jeden
Mittwoch unter der fachkundigen Anweisung von Anke Eismann die Kunst des
Tastschreibens. Man muss unseren Mitgliedern wohl nicht erklären, wie nützlich
diese Fähigkeit privat und beruflich ist. Wir wünschen gutes Gelingen und
hoffen, den ein oder anderen über den Grundkurs hinaus für unsere Tätigkeiten
zu begeistern! Auch Wolfgang Groths
Steno-Fortbildungskurs geht in die nächste Runde. Jeden Montag treffen sich
hier alle, die ihre Stenografie-Kenntnisse erweitern wollen, unter Anleitung
von weltweit hervorstehendem Fachwissen (siehe nächster Bericht). Der
Unterricht findet inzwischen online statt und erlaubt so weit verstreuten
Stenografen und Stenografinnen die Teilnahme. Interessenten sind jederzeit
willkommen, gerne kann mit dem Aufbau auch für den digitalen Unterricht
geholfen werden.
Goslarer Meister weltweit auf dem Siegertreppchen Vom
13. bis zum 18. Juli fand der weltweite Intersteno-Kongress und die dazugehörigen
Weltmeisterschaften in unseren Disziplinen statt. Dieses Mal führte der 54.
Kongress nach Kattowitz in Polen. Hier trafen sich Stenograf(inn)en,
Tastaturschreiber/-innen und Textbearbeitende aus aller Herren Länder, um sich
auszutauschen und ihr Können mit der Weltelite zu messen. Und in solch hoher Gesellschaft, solch
weitreichender Konkurrenz fand sich das kleine Goslar mit großer Leistung. Wolfgang Groth, den Goslarer Schriftfreunden
bestens als Spitzenschreiber der Stenografie bekannt, gelang es, sich über fast
alle anderen Milliarden Menschen auf diesem Planeten hinwegzusetzen und mit 354
Silben/Minute Silber in der Stenografie zu erzielen. Auch in der Texterfassung
und der Textbearbeitung konnte er mit Rang 39 bzw. 43 respektable Plätze auf
der höchsten aller Meisterschaften der Schreibkunst erzielen, doch die
stenografische Leistung ragt über dies klar hinaus. Herzlichen Glückwunsch an Wolfgang Groth!
Auch
dieses Jahr lud der Deutsche Stenografenbund wieder zum Bundespokalschreiben –
und der Norddeutsche Bund im Speziellen rief seine Mitglieder zur
Mannschaftsbildung. Diese Meisterschaft unter den einzelnen Verbänden fand
dieses Jahr am 26. Oktober in Offenbach am Main statt. Aus gutem Grund, denn
der „Verein für Kurzschrift, Maschinenschreiben
und Bürotechnik 1874 E. V. Offenbach
am Main“ (oder VKMB) feierte 150stes
Jubiläum. Der historische Verein mit dem ursprünglichen Namen „Gabelsberger
Stenografenverein Offenbach“ kann sich in seiner Historie mit Goslar durchaus
messen und ist ein wichtiger Baustein der Deutschen Stenografie- und
Schreiblandschaft. Doch
diese Geschichte (mehr auf der Homepage des VKMB, vkmb.de/gemischt/geschichte.html)
war natürlich nicht der Grund für unsere Anreise. Stattdessen war es das
schreibtechnische Kräftemessen der Verbände. Und natürlich ist in der norddeutschen
Delegation der Goslarer Verein nicht wegzudenken. In der Texterfassung wurde
der Norddeutsche Stenografenbund von Martina
von der Eltz, Wolfgang Groth, Kristian Laß, Janina Schmidt und Martina Wichers vertreten. In der
Textbearbeitung übernahmen Martina von
der Eltz, Martina Wichers, Sarah Riebeling und Niklas Warnecke die norddeutsche
Vertretung. Wie hier zu erkennen, ist dies eine sehr starke Goslarer Vertretung
mit 2 von 5 bzw. 4 Mitgliedern. Es gibt wenig Vereine im Norden, die Goslar die
Rolle als Zentrum der Schreibfertigkeit streitig machen könnten. Auch wollen
wir an dieser Stelle Regina Groth
und Boris Morgenstern loben, die
sich als Helfer engagiert haben, und so dazu beitrugen, dass der Wettbewerb
überhaupt stattfand. Dem
geneigten Leser ist aber eventuell aufgefallen, dass Martina von der Eltz und
Martina Wichers in beiden Wettbewerben vorkommen, aber niemand sonst. Dies lag nicht daran, dass der Herr Vorsitzende
zu faul für zwei Wettbewerbe war. Das Bundespokalschreiben erlaubt es, dass bis
zu zwei Schreiberinnen oder Schreiber an zwei Wettbewerben in der Mannschaft
aufgestellt werden. Diese Rolle fiel an Martina Wichers und - als Goslarer
Repräsentation - an Martina von der Eltz, aufgrund ihrer exzellenten Leistungen
in beiden Disziplinen. Und
das hat sich auch gelohnt: Mit 55546 Punkten in der Texterfassung bzw. dem 30-Minuten-Schnellschreiben
und 53200 Punkten in der Textbearbeitung und –gestaltung gelang dem
Norddeutschen Verband in beiden Disziplinen ein wohlverdienter zweiter Platz. Angesichts
einer deutschlandweiten Konkurrenz, in der alle Verbände die Besten der Besten
entsenden, ist dies eine besonders zu würdigende Leistung! Die Ergebnisse folgen nun im Einzelnen
für alle teilnehmenden Mitglieder. Da im Bundespokalschreiben bis auf zwei
Schreiberinnen jede Person nur einen Wettbewerb durchführen durfte, wird an
dieser Stelle nach Disziplin zuerst sortiert, statt wie bei anderen
Meisterschaften alle Leistungen der einzelnen Personen zusammen anzugeben. Da
die Punktzahl hierbei von hoher Bedeutung ist, wird diese ebenso aufgelistet. Texterfassung: Martina von der Eltz: 451 A. (13535 P);
Wolfgang Groth: 330 A. (8414 P); Kristian Laß 464 A. (13929 P); Janina Schmidt:
450 A. (13500 P) und Martina Wichers: 579 A. (16682 P) Textbearbeitung-
und -gestaltung: Martina
von der Eltz: 111 K. (10100 P); Sarah Riebeling: 187 K. (18200 P); Niklas
Warnecke: 113 K. (11050 P) und Martina Wichers: 151 K. (13850 P) A: Anschläge (für Texterfassung), K: Korrekturen (für
Textbearbeitung), P: Punkte für die Mannschaftswertung Ein kleiner Anhang: Aufmerksame Leserinnen und Leser unserer letzten Mitteilung mögen sich erinnern, dass wir unter dem Eintrag zur Deutschen Meisterschaft 2024 der Mitteilung im Juni Horst Erich Sahm für seine herausragenden Leistungen gelobt haben. Horst Erich Sahm war über etliche Jahre primärer Organisator der Deutschen Meisterschaften, ist von dieser Aufgabe aber aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr zurückgetreten. Ohne ihn hätte es diese nicht gegeben und ihm gebührt daher unser Dank und unsere Anerkennung. Wir können hier eine glückliche Fortsetzung des Berichts liefern: Wir sind nicht die Einzigen, die Horst Erich Sahms herausragende Leistung zu schätzen wussten: Im Rahmen der Feierlichkeiten des Bundespokalschreibens wurde ihm die Ehrenplakette in Gold „für herausragende Leistungen um die Organisation oder auf fachlichem Gebiet“ vom Deutschen Stenografenbund verliehen. Diese ausschließlich von einem Ausschluss verliehene Plakette ist redlich verdient. Wir gratulieren! >> Artikel Goslarsche Zeitung vom 13.11.2024 >> Ergebnisliste Bundespokalschreiben 2024
Auch
dieses Jahr haben wir wieder am Bundesjugendschreiben teilgenommen. Hierzu
wurden die Ergebnisse unserer Jugendschreiberinnen und –schreiber bei einem
gemäß den Richtlinien betreuten Wettschreiben eingesendet und mit der
bundesweiten Konkurrenz verglichen. Gina Kirchners Fortbildungskurs – in
welchem unsere Jugendschreiberinnen und –schreiber zu uns gefunden haben –
stellt hierzu eine exzellente Gelegenheit dar. Und dieses Jahr konnte sich Lars Drygala wieder durchsetzen: Er
erzielte den 1. Platz in seiner Altersgruppe (und auch sonst mit nur wenigen,
die ihm das Wasser reichen können) mit 5495 Anschlägen in 10 Minuten und 5495
Punkten – daraus folgen 0 Fehler. In der Textbearbeitung gelang ihm nicht nur
das, sondern er war bundesweit über allen Altersgruppen hinweg der Beste mit
138 Bearbeitungen und 13300 Punkten. Und auch in der Praxisnahen
Textbearbeitung gelang ihm mit 51 Punkten und Note 2 die vorderste
Positionierung. Die Urkundenvergabe erfolgte vom Vorsitzenden am
Vereinsehrenabend. Wir gratulieren herzlich zu diesen
exzellenten Leistungen und freuen uns über die Goslarer Vertretung!
Vereinsehrenabend
kehrt zurück Wie zu Beginn erwähnt, haben wir im
November wieder unseren Vereinsehrenabend durchgeführt. Dieser musste aus bekanntem,
traurigem Anlass in 2023 ausfallen, doch in diesem Jahr sollte er wieder
stattfinden. Hier konnten wir uns am 8. November in vertrauter Gesellschaft
wieder einmal austauschen und unsere Besten ehren. Dieses Mal hatte der
Lindenhof Goslar den Ort und die Versorgung sichergestellt. In diesem Rahmen haben wir einmal mehr
die neusten Ehrennadeln verliehen. Dieser stellt der Deutsche Stenografen-Bund
für das Erreichen besonderer Meilensteine sowohl für schreibtechnische
Leistungen in verschiedener Disziplin als auch für langjährige treue
Mitgliedschaft oder Vereinstätigkeit aus. Geehrt wurden Ramon Fricke, Astrid Ghaly
und Meike Mund mit der Ehrennadel
für Kurzschrift in Bronze (min. 100 Silben), welche sie sich bei den Norddeutschen
Meisterschaften 2022 verdienten. Auch haben wir die Teilnehmer und
Teilnehmerinnen an Wolfgang Groths Fortbildungskurs geehrt, welche sich unter
Regina Groths wachsamen Augen und Prüfung vom Vorstand einem selbst
organisierten Kurzschrift-Wettbewerb unterzogen haben. Hierfür nochmal besonderen
Dank natürlich an Regina und Wolfgang Groth für die Organisation! Ebenso feierten wir unsere langjährigen,
treuen Mitglieder mit runden Mitgliedsjahren, die nicht mit einer Ehrennadel
gewürdigt werden: Birgit Müller ist
2004 und damit vor 20 Jahren eingetreten, Wolfgang
Groth feiert 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft, Elisabeth Menge ist nun 60 Jahre bei uns. Auch hier Glückwunsch und
Dank für die langjährige Treue. Dazu gab es wie immer angeregten
Austausch, lange Reden und natürlich ein Rückblick auf das vergangene Jahr mit
seinen Höhen und Tiefen. Auch ein Rätsel sollte nicht fehlen – die Fähigkeit
unserer Jutta, diese Rätsel so vielseitig und interessant zu gestalten, ist
zwar unangetastet. Aber wir konnten den Abend nicht ohne ein solches beenden. Wer
mag für den nächsten Vereinsehrenabend ein Rätsel ausarbeiten? Wir bedanken uns bei allen, die sich zu
uns auf den Weg gemacht haben und hoffen, euch nächstes Jahr wieder und gerne
noch viele weitere Mitglieder begrüßen zu dürfen!
Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem
Ende entgegen. In zirka einem Monat gehen unsere Kurse in die wohlverdiente
Weihnachtspause. Daher hier ein paar Worte zum Abschluss. Das Jahr 2024 war für
uns alle eine extreme Herausforderung. Der plötzliche Tod unseres langjährigen
ersten Vorsitzenden Eckehardt Hubitschka war ein herber persönlicher Schlag für
uns alle. Und dieser Umstand zwang den Vorstand, seine harte Aufgabe schnell zu
übernehmen. Das Vertrauen unserer Mitglieder war hierfür nötig, und wir bemühen
uns stetig, diesem gerecht zu werden. Die ersten Wochen waren anstrengend, nur
kurz nach der Wahl standen mit Deutschen Meisterschaften, Stadtmeisterschaften
und Steno-Tea-Time mehrere Ereignisse an, die es zu organisieren galt. Doch wir mussten uns diesen Aufgaben
stellen und dank der Unterstützung unserer Mitglieder im Allgemeinen und
natürlich den aktiven Helferinnen und Helfern im Besonderen konnte der Verein
seine Aufgaben weiter mit Bravour wahrnehmen. Sicherlich fehlt uns –
insbesondere denen, die neu in ihren Aufgabengebieten sind – die gewohnte
Routine. Keiner von uns ist perfekt. Aber wir konnten trotzdem spannende
Wettschreiben durchführen, unsere Wettschreiber und Wettschreiberinnen kehrten
mit hohen Leistungen zurück. Die Steno-Tea-Time, für viele ein Highlight
unserer Aktivität, war eine Feuerprobe für uns als Vorstand, die wir
hoffentlich in euren Augen bestanden haben – die Rückmeldungen waren zumindest
äußerst positiv. Auch dafür natürlich vielen Dank. Und nun, da das Herbstsemester
begonnen hat, ist unsere Zukunft wohl sicher. Die Auswirkung des Ablebens der zwei
wichtigsten Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres ist für uns als Verein
und als Freunde und Bekannte, insbesondere auf persönlicher Ebene, zweifelsohne
sehr groß. Und ihre Arbeit im Verein ist jeder Beschreibung erhaben. Doch am
Ende bleibt uns nur eine Option: Ihre Tätigkeit und ihren Einsatz mit aller
Kraft fortzuführen. Dies ist nur durch die konstante
Mitarbeit und Hilfe aller unserer Mitglieder möglich. Natürlich ist die aktive
Arbeit des Vorstandes, unserer Wettschreiber und Wettschreiberinnen und
insbesondere der verschiedenen Helfer und Helferinnen, die uns hier unterstützen,
wichtig. Aber ohne die finanzielle und moralische Unterstützung aller
Mitglieder wäre dies weder möglich noch sinnvoll. Ein Verein wie unserer zieht
seinen Sinn eben (auch) daraus, dass seine Mitglieder seine Aktivität und
seinen Erfolg wollen. Und wir hatten
dieses Jahr immer das Gefühl, dass alle Mitglieder hinter unserer Vereinsarbeit
stehen – dafür vielen Dank!
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